Am 20. Juni 2026 fand im Karate Dojo Lohne ein intensiver Karatelehrgang mit Marcus Haack statt. Marcus Haack ist Präsident von KarateNW e.V. und ein erfahrener Shotokan Karateka.
Danke an das Karate Dojo in Lohne für den tollen Lehrgang.
Der Lehrgang war in Unterstufe und Oberstufe gegliedert und setzte zwei klare Trainingsschwerpunkte. In der ersten Einheit standen Kata, Kihon und die Standardisierung der technischen Ausführung im Mittelpunkt. Die zweite Einheit beschäftigte sich mit Kumite und hier insbesondere mit Distanz, Timing und der richtigen Körperbewegung.

Karatelehrgang mit Marcus Haack im Karate Dojo Lohne.
Für mich gleich in mehrfacher Hinsicht ein besonderer Lehrgang
Für mich kam dieser Lehrgang zu einem interessanten Zeitpunkt. Erst eine Woche zuvor hatte ich erfolgreich meine Prüfung zum 4. Kyu abgelegt. Damit gehörte ich bei diesem Lehrgang eigentlich bereits zur Oberstufe.
Da meine Tochter ebenfalls dabei war und ich sie in ihrer Trainingsgruppe nicht alleine lassen wollte, entschied ich mich allerdings dazu, auch bei der Unterstufe mitzumachen. Gleichzeitig muss ich sagen, dass ich mich trotz des frisch bestandenen 4. Kyu vom eigenen Leistungsstand her durchaus noch bei vielen Themen der Unterstufe gesehen habe.
Also habe ich letztlich einfach beides gemacht und sowohl in der Unterstufe als auch in der Oberstufe trainiert.
Das war eine gute Entscheidung. Körperlich war es allerdings eine echte Herausforderung.

Ein intensiver Lehrgangstag in Lohne, den wir gemeinsam erleben konnten.
Auch vermeintlich einfache Grundlagen haben es in sich
Die erste Trainingseinheit beschäftigte sich intensiv mit Kata und Kihon. Dabei wurde für mich wieder einmal deutlich, wie wichtig es ist, sich auch mit vermeintlich einfachen Abläufen immer wieder intensiv auseinanderzusetzen.
Unter anderem wurde die Heian Shodan noch einmal ganz bewusst durchlaufen. Dabei ging Marcus Haack auf Details der technischen Ausführung und auf die Standardisierung innerhalb der JKA ein.
Gerade das finde ich an solchen Lehrgängen spannend. Eine Kata, die man schon häufig gelaufen ist, fühlt sich zunächst vertraut an. Beschäftigt man sich dann aber wieder ganz gezielt mit einzelnen Bewegungen, Ständen und der korrekten Körperarbeit, merkt man schnell, wie viele Details darin stecken.

Gemeinsames Kata Training mit einem besonderen Blick auf technische Standards und Bewegungsprinzipien.
Die Hüfte als entscheidender Bestandteil der Technik
Ein Thema, das bei mir besonders hängen geblieben ist, war die Hüftarbeit.
Marcus Haack hat sehr anschaulich vermittelt, welchen Einfluss die richtige Hüftbewegung auf eine Technik hat. Eine Karate Technik entsteht eben nicht nur aus dem Arm oder dem Bein. Der gesamte Körper muss daran beteiligt sein.
Das klingt erst einmal selbstverständlich. Bei der tatsächlichen Ausführung sieht es allerdings ganz anders aus.
Gerade wenn Bewegungen schneller und kraftvoller werden sollen, merkt man schnell, wie leicht man wieder in alte Bewegungsmuster zurückfällt. Deshalb fand ich es besonders hilfreich, die Hüftbewegung noch einmal so intensiv und bewusst zu trainieren.
Die Art, wie Marcus Haack diese Zusammenhänge erklärt und praktisch vermittelt hat, hat mir sehr gut gefallen. Man bekam nicht einfach nur gesagt, wie eine Bewegung aussehen soll, sondern konnte versuchen zu verstehen, warum sie genau so ausgeführt wird.

Körperbewegung, Stand und Hüftarbeit wurden während des Lehrgangs intensiv trainiert.
Ist ein Karatelehrgang überhaupt anstrengend?
Wer sich den Zeitplan eines Karatelehrgangs anschaut und noch nie selbst an einem teilgenommen hat, könnte sich durchaus fragen, ob das wirklich so anstrengend sein kann.
Man trainiert eine Einheit, hat anschließend eine längere Pause und geht später wieder in die Halle.
Meine Erfahrung an diesem Tag war ziemlich eindeutig.
Ja, es ist anstrengend.
Die einzelnen Trainingseinheiten sind intensiv und verlangen eine hohe Konzentration. Man versucht nicht nur körperlich mitzuhalten, sondern gleichzeitig die Erklärungen aufzunehmen, Korrekturen umzusetzen und die eigene Technik zu verändern.
Da ich an diesem Tag zusätzlich sowohl bei der Unterstufe als auch bei der Oberstufe mittrainiert habe, habe ich am Ende ziemlich genau gemerkt, was ich gemacht hatte.
Aber genau das gehört für mich auch dazu.
Ich bin an diesem Tag nicht nur körperlich an meine Grenzen gekommen, sondern hatte gleichzeitig das Gefühl, wieder etwas dazugelernt und neue Punkte für mein eigenes Training mitgenommen zu haben.
Andere Karateka treffen und über das eigene Dojo hinausschauen
Ein Lehrgang besteht für mich aber nicht ausschließlich aus den eigentlichen Trainingseinheiten.
Man verlässt das gewohnte Training im eigenen Dojo, trifft Karateka aus anderen Vereinen und erlebt andere Herangehensweisen an Techniken und Trainingsinhalte.
Gerade dieser Austausch ist etwas, das solche Lehrgänge besonders macht.
Deshalb geht an dieser Stelle auch ein großes Dankeschön an das Karate Dojo Lohne und alle Beteiligten, die diesen Lehrgang organisiert und ermöglicht haben.
Wir wurden sehr freundlich aufgenommen und man hat gemerkt, wie viel Mühe sich die Verantwortlichen mit der Veranstaltung gegeben haben.
Auch Marcus Haack hat den Lehrgang für mich sehr verständlich und interessant geleitet. Besonders die intensive Beschäftigung mit der Hüftarbeit sowie die Verbindung von Distanz, Timing, Körperbewegung und mentaler Einstellung im Kumite sind mir von diesem Tag in Erinnerung geblieben.
Für mich war es damit ein anstrengender, intensiver und vor allem sehr lehrreicher Karatetag.
Und eines steht für uns fest
Wenn sich die Gelegenheit ergibt, kommen wir gerne wieder nach Lohne.


Schreibe einen Kommentar